Aus der Geschichte des Ortes K L I D I N G 

Recherche von " Monika Wendt "

4. Jh. n.Ch. Besiedlung Burgberg (Villa) - Nachweis röm. Scherben
1137-1145  Richard von Springiersbach gründet Klöster in Stuben, im Martental und auf der Marienburg
1338-1360 dass die Herren von Ulmen wie die von Arras 1338 Güter zu Lutzerath u. 1360 von Driesch, Kliding und Urschmitt als Afterlehen der Herren zu Isenburg u. Kurtrier inne hatten erwähnt Günther - (CDRM III, Nr. 228 S. 365, Nr. 468,S.661)
1360 Erste urkundliche Erwähnung als Lehngut der Witwe des Dietrich, Herrn zu Ulmen
1371 belehnt der Graf Wilhelm zu Katzenelenbogen die Gebrüder Gerlach von Winnenburg - Beilstein (Demandt, Reg. I Nr. 1460, S. 426)
1373 Erwähnung als "Cledanc"  28.5.1373 = Entscheidung Kurfürst Cuno
1415  Revers d. Johann v. Ürsfeld über die Belehnung seitens Johann von
Ulmen mit Rechten  u.a. in Kliding
1439 aus einer Urkunde geht hervor, dass Ulrich von Metzenhausen durch Kurfürst Raban von Helmstedt in "cletinc" belehnt wurde;den Herren von Metzenhausen gehörte zum Teil auch die Burg Arras bei Alf
1442-1464  1442 erhielt die Tochter des Johann, Herrn zu Eltz, zu ihrer Heirat
mit Friedrich, Herrn zu Pyrmont, den Lutzerather Familienteil als Mitgift;
1464 kamen Güter und Rechte des Heinrich Meinfelder, Herr zu Arras
u.a. in Kliding hinzu, die dieser an Heinrich, Herrn zu Pyrmont verkaufte
(LHA Koblenz, Best. 41, Urkd. Nr. 1127)
1450  Vereinbarung zwischen Beuren und Kliding
20.1.1453 Ergänzungen: Erzbischof Jacob I. entscheidet einen Streit des Nonnenclosters "Zu der Stoben" mit den Gemeinden "Oyrsmidt" und "Cledank" wegen einer neuen Mühle in den Erden zu Gunsten des Klosters. 1453 trier.stils uff Fabian und Sebastianstag. Temporale.
1476 Brüder Johann u. Friedrich , Herren zu Pyrmont und Ehrenburg verkaufen ihre Anteile am Hochgericht Lutzerath , einschl. Kliding an das Erzstift (Amtszeit Johannes 11. von Baden)
(Günther, CDRM IV, Nr. 342 S. 639 f.)
1489  Hofgerichtsurteil über die Einhaltung des Sendweistums durch das Kloster Stuben:
1) Das Kloster ist verpflichtet, zur Seelsorge in den Gemeinden  Kliding und Urschmitt einen berittenen Priester zu stellen
2) Die in den beiden Dörfern geborenen Kinder werden in Kloster Stuben getauft.
(LHA Ko., Best. 181, Nrn. 126,127, Best. 1 C Nr. 12537 fol. 35?43)
1496  Entscheidung des Kurfürsten Johann "Villa zum CLEDINCK'
31.12.1515 Besitz und Rechtsverhältnisse u.a. zu Kliding
1569 in einer Urkunde des ehem. Klosters Stuben wird die Filiale "Kledinek" genannt.  (Visitation in Verbindung mit Orschmydt)
Das Kloster besaß jahrhundertelang in Kliding ein Gut und eine
Zehntscheune.
29.7.1583 Vereinbarung bestät. Kurfürst Johann
1600-1670 Pestjahre für Kliding , zahlreiche Opfer waren zu beklagen
1607 Erwähnung in einem Weistum der Sendschöffen zu Kliding & Urschmitt 
8.5.1609  Gemeindeordnung für Kliding & Urschmitt
6.5.1616 Kaiserl. Entscheidung wegen Weidegerechtsamen im Banne Eller
16.1.1623 Auszug aus einem Weistum "Extractus auß dem brauweillerischen Oberhoffß
Weißthumb
1624 Ludwig Metzen Bürgermeister zu Cleding/Cledting
29.3.1666 Verzeichnis der Rechte der Freiherren und Grafen von Bassenheim, u.a. in Kliding (Jagd, Fischerei, Holznutzung, Pfändung, Frohnden, Kurmut, Zehnt, Zinsen etc.)
13.1.1680 Auf einer Karte des Erzstiftes Trier von Johannes und Cornelius Blaeu ist die Ortsbezeichnung "Kledinck" eingetragen. (Orig.Archiv Koblenz) ca. 1700 die sogenannte "Kriegstheaterkarte" von Hubert Jaillot zeigt den Eintrag "Kliding" (Theatre de la Guerre dans les Pays qui sont situéz"")
20.3.1727 Auf Grund eines Vertrages haben die Gemeinden Urschmitt /Kliding Weide und Triftgerechtsame in den Distrikten Muhr, Kumb und Erdenbach der Gemeinde Beuren
1737 Erbauung einer dem hl. Ourin geweihten Kapelle, diese wurde 1859 abgebrochen
1780 Urteil  Klittingen
Okt. 1796 Franzosen rückten in Kliding ein
(1802 wurde der ganze Kreis Cochem bereits Frankreich zugesprochen)
2. Hälfte 18. Jh.: Kliding gehört zum Hochgericht Lutzerath im Kurtrierischen Amt Cochem
1807 Infolge der franz. Intrigen wird der Besitz von Kloster Stubenin Kliding versteigert (In Klidings Fluren und im Forst wurden Grenzsteine mit den klösterl.
Insignien  griech. Doppelkreuz  gefunden)
1814 Die ersten preuß. Truppen schlugen in Kliding ihr Quartier auf; die Fremdherrschaft hatte in Ende  am 5.4.1815 fiel derOrt endlich an Preußen
1815 Kliding hat mit Urschmitt zusammen 336 Einwohner
1831 Einwohnerzahl ist auf 446 gestiegen
1839 drohte das Gewölbe der Kapelle einzustürzen
1839-1859 Akten Landeshauptarchiv (502) Bau der Kapelle
1859-1906 Akten Landeshauptarchiv (513) Neubau einer Kapelle zu Kliding
mit Zeichnung (Empore/Mannhaus)
1801-1859 Abschrift Sendschöffenweistum zu Kliding und Urschmitt
1850 Landeshauptarchiv Koblenz für das Jahr 1850 erbittet der Bürgermeister für die einzelnen Gemeinden seines Amtsbezirkes bei der Regierung in Koblenz entsprechend hohe Unterstützungsgelder für den Straßenbau                               ( Anteil Kliding: 50 Reichtaler )
"von der Gemeinde Kliding wird gesagt, die sei eine Kolonie armer Leute."
1831-1861 Akten Landratsamt über Instandsetzung der alten Kapelle und betr. Neubau
1835 Akten Landratsamt über Beschaffung Altar
1848 Zwischen Urschmitt und Kliding, welche früher eine Gemeinde bildeten,
fand im Jahre 1848 ein Gemeinheitsteilung statt, in der beide Sectionen
sich trennten und das Gemeindevermögen zu gleichen Theilen unter sich
vertheilten. Die Trennung wurde mittelst Allerhöchsten Erlasses vom 21.4.49
ausgesprochen. Die Kosten für Experten - Gebühren betrugen 165 Thlr.,
5 Sgr."
1848 Mit dem Bau des Schulgebäudes wurde begonnen
1849 im Sommer 1849 erster Unterricht in Kliding
1859 Abbruch der 1737 geweihten Kapelle St. Quirin (bereits 1839
drohte das Gewölbe einzustürzen)
7.10.1860 Gemeindevorsteher Johann Adam Waxweiler, Gemeinderäte Peter Ilgen und
Nicolaus Jacobs II Plan des königl. Bauinspektors NEBEL wird vorgestellt.
(Nebel Hermann 1816 - 92 Koblenz, Sohn von Ferdinand Nebel 1782 - 1860)
In Bidenfeld und Maiwald erfolgt Holzabtrieb für den Kirchenbau
(Pfarrer Peter Nägler, Urschmitt  1858 -1863)
18.11.1860 Kirchenrat gibt die Zustimmung, dass die Sakristei links anstatt
rechts gebaut wird
27.3.1861  Bischöfl. Generalvikariat zu Trier gibt Zustimmung zum Bau Sakristei
25.4.1861 hat Maurermeister Hilken  Hilfen die Bauarbeiten übernommen
30.07.1861 Beginn der Bauarbeiten
15.6.1862 "dieselbe gewölbt ist und mit Schiefer gedeckt werden kann"
1861-1862  Bau einer neuen zu 3.890 Thlr. veranschlagten Kapelle zu Kliding
ist vollendet; königl. Baumeister Nebel
1863 Baumeister Nebel bemängelt die Bauarbeiten der Kapelle
(Pfarrer Johann Madert(t) 1864-1870)
1864 zeigten sich Risse in der Kapelle
24.10.1869 hat die feierliche Einweihung der neuen Kapelle zu Kliding stattgefunden
26.2.1870  Kirchenparamenten und Ornamentenhandlung Dève , Saarlouis
stellt in Rechnung:
1 Statue St. Matthias 15 Taler
1 Statue St. Wendelinus 15 Taler
(Pfarrer Franz Penning 1870-1889)
1888 Reparatur der Kirche
1892 Durch einen Brand wurden 13 Häuser zerstört.
1900 Kliding hat mehr als 300 Einwohner
(Pfarrer Paul Junker 1901-1906)
1903-1904 Bau Kirchturm ( 24,5 m ) Baumeister Schneider, Alf
1908 Neubau der Urschmitter Kirche und Verlegung der Pfarrverwaltung nach
Kliding, Fronleichnamsprozession fand in diesem Jahr in Kliding statt
1.12.1910 Volkszählung: Kliding hat 278 Einwohner
(Pfarrer Friedrich Waeger 1911-1942)
1912 Turm wurde verankert und mit Pfeilern gestützt
1913  Linde am Dorfeingang (von Beuren her) wurde gepflanzt
1914-1918 1. Weltkrieg; 4 Soldaten mussten ihr Leben lassen
4.12.1921 bekam die Filiale Kliding einen Sonntagsgottesdienst zugesprochen (Frühmesse)
24.Mai 1922 die Kirche erhält neue Chorfenster (gemalt von Prof. Martin  lt.
Pfarrchronik), die vom Junggesellenverein gestiftet werden
geweiht dem hl. Wendelinus und dem hl. Matthias;
Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges sind am unteren Rand der
Fenster eingetragen: Joseph Franzen, Joseph Leitges, Peter Schneiders
und Jakob Waxweiler
1923 elektr. Strom kommt nach Kliding
26.8.1924 zum erstenmal brennt Licht
1927 Wasserleitungsarbeiten werden zu Ende geführt
10.4.1927 Taufe von 2 neuen Kirchenglocken
15.9.1928 die Kirche bekommt 4 neue Fenster (hl. Helena, hl. Irmina, hl. Eucharius und
hl. Castor)  lt. Pfarrchronik Urschmitt von Prof. Linnemann, Frankfurt
1928 ein neuer Glockenstuhl wird eingebaut (hergestellt in Brockscheid)
1929 Straßenbau im Wolfbüsch
1.9.1929 1. Postautoverkehr nach Cochem (Karl Moretz)
1933 Malermeister Phasen aus Gillenbeuren malt die Kirche aus
1939-1945  2. Weltkrieg  16 Gefallene u. 6 Vermisste sind zu beklagen
27.11.1949 Glockenweihe / Inbetriebnahme eines neuen Harmoniums
(Pfarrer Johannes Petry 1942 - 1964)
1955 Kanalisierung
1960-1962 Anlegung des ersten Friedhofes für Kliding mit Ehrenmal für die Kriegsopfer
1963 Kirchturm wird generalüberholt (Pfarrer Peter Schwan 1964 bis 1971)
1968-1969 Renovierung der Kirche - völlige Neugestaltung des Kircheninnenraumes
1968 nach 60 Jahren fand noch einmal eine Fronleichnamsprozession in Kliding statt
1970 Auflösung der Volksschule Kliding
Pfarrer Robert Herr 1971-1973
Pfarrer Christoph Gellweiler 1973 -1977
1976 Auf dem Friedhof wird eine Friedhofskapelle gebaut
Pfarrer Robert Herr 1977-78
Pfarrer Willi Pellenz 1978 - (Dechant)
1980 Abbruch des alten Backhauses im Oberdorf und an gleicher Stelle Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses
1989 Fertigstellung der Renovierung des Gemeindehauses
1990 Kirchturm wird neu eingedeckt und der Kirchenhahn neu vergoldet
1992 Kirche wird innen neu renoviert.  Farbgestaltung innen und außen
(April bis Oktober Messe im Gemeindehaus)
1993 Die Orte Kliding, Urschmitt und Beuren erhalten einen eigenen Kindergarten. Neubau in Kliding entsteht am Sommeter Weg
1996 Altarbild "Maria mit Kind" (1870 von einem Künstler aus Luxemburg auf eine
Kupferplatte gemalt) wird restauriert und erhält gotischen Rahmen
durch Bettina Schmitz-Mallmann aus Kötterichen
1997 Gewerbegebiet wird erschlossen.              Firma ZIEWERS - Wintergärten siedelt sich an.

Es folgt der                                               KFZ- Betrieb Kunibert Schmitz aus Urschmitt

1998 Dorf- und Spielplatz an der Hauptstraße wird angelegt
1998 Kläranlage für die Gemeinden Urschmitt und Kliding wird in Betrieb genommen
1999 Fertigstellung der Kanalisierung in der Oberdorfstraße und Schulstraße
und Ausbau der beiden Straßen