Geschichte der Jugendfeuerwehr Kliding

1984:Den Jugendlichen aus Kliding wird es so langsam langweilig und sie beschließen, den damaligen Wehrführer Otmar Dünzen um die Gründung einer Jugendfeuerwehr zu bitten. Dieser war sofort von der Idee angetan, konnte sie aber im Vorstand nicht durchsetzen.

1985:Den entscheidenden Anstoß lieferte eine ganz besondere Aktion der Jugendlichen: Sie riefen den Wehrführer aus der Telefonzelle an und fragten, wann es denn endlich soweit wäre, mit der Jugendfeuerwehr , denn sie könnten es ja kaum noch erwarten. Daraufhin organisierte der Wehrführer alles Notwendige bei der Verbandsgemeinde. Nach einem Jahr voller Quengeln und zahlreichen Anläufen gelingt es Otmar doch, am 12.07.85 den Vorstand von der Gründung einer Jugendfeuerwehr zu überzeugen. Gründungsmitglieder waren als Betreuer: Dünzen Otmar, Diederichs Karl, Schmitz Hermann Josef, Schneiders Otmar und Holzknecht Joachim. Gründungsmitglieder waren folgende Jugendliche: Müller Andreas, Klaffki Georg, Klaffki Michael, Mertes Thorsten, Jäger Frank, Boos Saschal Stock Helge, Schmitz Stefan und Sebastian Jörg. FolgendePersonen waren zum Zeitpunkt der Gründung im Amt und haben bei der Gründung mitgewirkt: Kreisjugendfeuerwehrwart Egon Hess, Verbandsgemeindewehrleiter Heinrich Wehrhand, Verbandsgemeindebürgermeister Walter Scheppe und Wehrführer Otmar Dünzen. Hermann Josef Schmitz erklärte sich bereit, das Amt des Jugendwartes zu übernehmen. Sein Stellvertreter wurde Schneiders Otmar. Ende des Jahres 1985 erhielt die Jugendfeuerwehr die persönliche Schutzausrüstung (Schutzanzug, Schutzhelm, Koppel, Schiffchen) für jedes Mitglied. Im September und Oktober des Jahres 1985 traten auch die ersten Mädchen in die Jugendfeuerwehr ein. Es waren Schmitz Anette, Heinz Astrid, Hennen Michaela und Arnold Sonja. Damals wurden die Treffen zur Feuerwehrübung und allgemeinen Jugendarbeit zwar nur alle 14 Tage abgehalten, und trotzdem Schlossen die Jugendlichen die Übung auf dem ersten Fest in Poltersdorf mit 0 Fehlern erfolgreich ab. Um den Spaß zu finanzieren, den sie bei der Jugendfeuerwehr hatten organisierten die Jugendlichen bereits am 2. Adventssonntag 1985 einen Weihnachtsbasar, an dem sie sage und schreibe 623, 10 DM Gewinn erzielten.

1986:Nachdern Hermann Josef Schmitz Wehrführer geworden ist und vom Posten als Jugendwart zurücktreten musste, trat Otmar Schneiders am 01. Juni seine Nachfolge an. Dieses Amt bekleidet er noch heute mit viel Arrangement. Schon im 2. Jahr nach der Gründung erreichte die Jugendfeuerwehr bei dem Kreisfeuerwehrfest in Müllenbach den 2. Platz von 14 Teilnehmern.

1987:Die Jugendfeuerwehr bewährte sich ebenfalls auf dem Verbandsgemeindefeuerwehrfest in Büchel und bestritt dort den 1. Platz. Um den Jugendlichen aus den anderen Dörfern der Umgebung etwas näher zu kommen und natürlich um Spaß zu haben, nahm die Jugendfeuerwehr 1987 zum ersten Mal an einer Aktivität teil, die nicht feuerwehrtypisch ist. In Büchel fand ein Fussballtunier statt, wo sie den 3. Platz von vier Dörfern belegten. Sie erhielten dafür einen Mini‑Pokal, hätten allerdings lieber die Kiste Limo gehabt, die der vierte Sieger bekommen hatte. Es war allgemein für die Jugendlichen verboten, Alkohol zu sich zu nehmen. Auf dem Feuerwehrfest in Gevenich war der Drang etwas Verbotenes zu tun aber so groß, dass sie vergaßen ,dass zu viel des Guten auch nicht gut ist.

1988:Als dann durch die zahlreichen Feste und Aktivitäten immer mehr Geld in die Jugendfeuerwehrkasse floss, Entschieden sich die Jugendlichen, ein Gutes Werk zu tun und spendete 200 DM für die "Aktion Sorgenkind".

1989:Die Jugendfeuerwehr nahm in diesem Jahr zum ersten Mal am Kreisjugendfeuerwehrzeitlager teil, das in Alf vom 01. - 03. September stattfand. Diese Gelegenheit nutzen alle zwei Jahre die Jugendfeuerwehren des Kreises Cochem-Zell, um sich näher kennen zu lernen.

1991:In diesem Jahr hatte die Jugendfeuerwehr ein Tief zu verkraften, denn sie zählte nur sechs Mitglieder. In den nächsten Jahren ging es jedoch wieder stark aufwärts.: Der damalige Kreisjugendwart Egon Hess tritt am 04.07.92 Zurück. Nachfolger wird der bisherige Jugendwart von Hambuch, Paul Simons.

1993:Nachdem Heinrich Werhand aus Altersgründen von seinem Amt als Verbandsgemeindewehrleiter zurücktreten muss, folgt ihm Edwin Lescher an diese Stelle.

1995:Weil bekanntlich Übung den Meister macht, und weil die Treffen mit der Jugendfeuerwehr so viel Spaß machen, waren alle Jugendlichen davon begeistert, sich noch stärker zu engagieren Lind die Zahl der Aktivitäten zu erhöhen. So wurde es eingeführt, dass man sich wöchentlich zur Übung traf. Als Belohnung für diesen Einsatz organisierten die Betreuer für die jungen Florlinsjünger erstmals ein Jugendfeuerwehr – T-Shirt , gesponsert von der Firma Ziewers. Die Jungen und Mädchen tragen ihren Einheits-Look noch heute mit Stolz und sind alle der Meinung, dass sie das Schönste T-Shirt im Kreis Cochem-Zell haben. Mit diesen T-Shirts präsentierten sich die Jugendlichen auch beim Kreisfeuerwehrzeltlager in Lieg. Außerdem wurde die jährliche Abschlusswanderung eingeführt, bei der alle immer einen Riesen Spaß haben. Die Betreuer suchen sich jedes Jahr eine Wanderroute in der Umgebung von Kliding aus und präparieren sie mit Hindernissen, Spielen und Rätseln. Bei der Wanderung kann jedes Jugendfeuerwehrmitglied Punkte sammeln, und am Abend, wenn alle in Gasthaus Scheiber einkehrt sind, Lind ein abschließendes Quiz gehalten wurde, wird ein Sieger ermittelt. Die ersten Drei gewinnen je ein halbes Hähnchen.

1996:Leider wurde es im Vorjahr verpasst, aber die Klidinger feierten mit einem Jahr Verspätung das 10jährige Jubiläum ihrer Jugendfeuerwehr recht fröhlich. Die Wasserübung, in der die Jugendlichen sehr erfolgreich waren, wird nur auf Landkreisebene durchgeführt. Um auch mal aus dem Kreis herauszukommen, begannen die Jugendlichen mit der Übung des Bundeswettkampfes, mit dem man sogar auf die deutsche Meisterschaft fahren kann, wenn man gut genug ist. Bei der Kreisausscheidung in Cochem belegten die Klidinger den 2. Platz, und waren somit für die Landesausscheidung qualifiziert. Die Rheinland‑Pfalz‑Meisterschaft fand in Wilgartswiesen statt, wo man den 6. Platz belegte. Es war ein Erfolg, den niemand erwartet hätte.

1997:Als man auf der Landesausscheidung gesehen hatte, daß sich alle Jugendfeuerwehren mit einem Wimpel präsentieren, war man eigentlich ein wenig neidisch. Um sich auf der nächsten Landesausscheidung auch so toll vorstellen zu können, schafften sich die Klidinger Floriansjünger einen Wimpel an, gesponsert von der Firma Alois Schneiders. Nach zwei Jahren wurde es wieder Zeit für ein Jugendzeltlager. Diesmal ging es mit der ganzen Horde nach Altstrimmig. Auf Anfrage des Bürgermeisters Helmut Heinz war ihm die Jugendfeuerwehr bei der Instandhaltung und Erneuerung der Wanderwege am Wasserfall behilflich. An einem Tag mit gemütlichem Grillfeuer und genügend Cola und Limo war es geradezu ein Leichtes, die Wege von Müll und Wildwuchernde Gewächsen zu befreien, und die Geländer und Treppen zu erneuern.

1998:Mit dem neuen Wimpel und einem unerschütterlichen Selbstvertrauen ging es nach Rockenhausen zum zweiten Mal zur Landesausscheidung im Bundeswettkampf Und tatsächlich konnten die Klidinger sich verbessern, und belegten Platz 5. Vom 21.bis 23. August nahmen die Jugendlichen ihre verdiente Erholung entgegen und fuhren zum Zeltlager nach Rust. Dort besuchten sie den Europapark, ein Bergwerk und andere Sehenswürdigkeiten. Nach 3 aufregenden Tagen kehrten sie dann wieder heim.

1999:Es wird wieder Zeit für ein Kreisjugendzeltlager. Vom 13. bis 15. August trafen sich die Jugendfeuerwehren des Kreises Cochem - Zell in Kennfuss zu Lagerfeuer und Pfadfinderspielen.

2000:Am 1. 5.2000 trat der bisherige Kreisjugendfeuerwehrwart Paul Simons von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger wurde Günter Hammes aus Cochem. Nach 15 Jahren gekrönt von zahlreichen Erfolgen, aber auch einigen Reinfällen feiert die Jugendfeuerwehr Kliding am 5.-6.8.2000 ihr 15. Jähriges Jubiläum. Nachdem wir uns zum 3. mal für die Landesausscheidung im Bundeswettbewerb qualifiziert hatten, fuhren wir im September zu dieser Veranstaltung nach Saulheim. Dort erreichten wir einen hervorragenden 4.Platz. Durch dieses gute Ergebnis durften wir Jahre später an der deutschen Meisterschaft in Gifhorn teilnehmen.

2001 :Am 27. Mai dieses Jahres wird Otmar Schneiders nach 15-jähriger Tätigkeit aus dem Amt Als Jugendwart verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Otmar Danzen an, Stefan Schmitz wird Stellvertreter. Im Rahmen der Jugendsammelwoche sammelten die Jugendlichen 260 DM, wovon die Hälfte an die Jugendfeuerwehr ging, die andere Hälfte wanderte für einen guten Zweck an den Landesjugendring. Im August starteten wir dann zum Kreisjugendfeuerwehrzeltlager nach Valwig. Am 15. September machten wir uns auf zu einer aufregenden Fahrt ins Movie World nach Bottrop - Kirchhellen. Außerdem hat sich in diesem Jahr eine große Veränderung für die Jugendfeuerwehr Kliding ergeben. Aufgrund geringer Mitgliederzahlen und ungewisser Zukunftsentwicklung suchten die klidinger Betreuer das Gespräch mit den Jugendwarten der Nachbarorte. Mit der Jugendfeuerwehr Beuren kam man schließlich zu dem Entschluss, dass die Zusammenlegung der Wettkampfgruppe für heide Wehren von Vorteil sein könnte. Und so fand am 07 Juli die erste gemeinschaftliche Feuerwehrübung statt. Spätestens nach dem ersten Feuerwehrfest (Anfang Septemher in Liesenich: Platz 3 in der Wasserübung) war man sich endgültig einig, dass hier eine kluge Entscheidung getroffen wurde.

2002:ln diesem Jahr legten zum ersten Mal klidinger Jugendliche die Prüfung zur Leistungsspange ab. Neben der jährlichen Jugendsammelwoche organisierten die Jungen und Mädchen in diesem Jahr eine Spendenaktion für die Hochwasseropfer an der Elbe, wobei 225 € zusammen kamen. Am 1. September legte Stefan Schmitz sein Amt als Stellvertreter des Jugendwartes aus persönlichen Gründen nieder. Aufgrund der guten Leistung in Saulheim vor 2 Jahren hatte man sich für die Deutsche Meisterschaft im Internationalen Wettbewerb qualifiziert. Also übten die Jugendlichen noch einen neuen Wettbewerb ein, und traten am 07.-09. September in Gifhorn an. Dort belegte man leider nur den 24. Platz, aber was will man bei einem so kurzfristig eingeübten Wettbewerb auch erwarten. Die Jungs und Mädels sahen dieses Wochenende vielmehr, mit dem olympischen Gedanken, als eine einzigartige Erfahrung, einmal auf einer Deutschen Meisterschaft dabei zu sein. Außerdem gab es ja immer noch den Bundeswettkampf, der am 21. September vor der Tür stand. Dafür übten wir genau so fleißig und konnten unser Niveau ungefähr halten. Platz 5 in Manderscheid. Als dann die Wettkämpfe für das Jahr gelaufen waren, gönnte man sich einen wunderschönen Erlebnistag im Phantasialand in Brühl bei Köln. Nach dem arbeitsreichen Deppekoochefest organisierten die Betreuer für die jungen Feuerwehrmänner und -frauen einen gemütlichen Kegelnachmittag in Büchel. Bei der Jahresabschlusswanderung im Dezember wurde erstmals die Jugendflamme Stufe I abgelegt. Die Jugendlichen mussten sich in zahlreichen feuerwehrtechnischen Fragen und Aufgabenstellungen beweisen und bekamen beim anschließenden Ausklang in der Pizzeria Castello den Orden von Kreisjugendfeuerwehrwart Günter Rammes verliehen.

2003: Im Februar nahmen Mitglieder der Jugendfeuerwehr Kliding an einem Erste Hilfe Kurs teil . Ab diesem Jahr führen die Betreuer der Jugendfeuerwehr Kliding in Zusammenarbeit mit den Betreuern des Kindergartens Kliding die Brandschutzerziehung durch. Hierbei lernen die Vorschulkinder, wie man verantwortungsvoll mit Feuer umgeht, Brände vermeidet, und wie man sich im Ernstfall zu verhalten hat Auch in diesem Jahr kommen unsere Floriansjünger viel rum. Am 21. Juni besuchen sie die Feuerwache in Köln und am 10. August geht's auf in den Holidaypark in Haßloch. Am 05. - 07. September nahmen sie gemeinsam am Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Zell teil, wo zum ersten Mal im Kreis Cochem-Zell die Prüfung zur Jugendflamme Stufe II abgenommen wurde. Am 22. und 23. November fand wieder einmal das traditionelle Deppekoochefest statt, dessen Gewinn dieses Jahr für den kranken Benjamin Lahn gespendet wurde(300 €).

2004:Die Jahresabschlusswanderung, bei der jetzt jährlich die Jugendflamme Stufe I geprüft wird, begehen wir auch zusammen mit der Beurener Jugendfeuerwehr. Am 15. Mai nehmen die Klidinger noch einmal an der Prüfung zur Leistungsspange in Beuren erfolgreich teil. Eine Woche später erreichen sie beim Verbandsgemeindefeuerwehrtag in Lutzerath den 2. Platz. Beim Kreisentscheid am 07. August in Faid qualifizieren sie sich für die Landesausscheidung im Bundeswettbewerb am 11. September in Cochem, wo sie den 7. Platz erreichen. Weil es im letzten Jahr so schön war, waren sich alle einig, auch 2004 wieder in den Holidaypark zu fahren, und so geschah es dann am 25. August. Nach dem Deppekoochefest belohnten die Betreuer die Jugendlichen für die tatkräftige Unterstützung mit einem Ausflug nach Köln am 05. Dezember, wo sie zuerst den Weihnachtsmarkt besuchten, und sich im Anschluss noch den 2. Liga-Schlager Köln gegen Erfurt ansahen. Im Jahre 2004 kam es dann schließlich dazu, dass auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr Urschmitt bei der gemeinsamen Wettkampfgruppe der mittlerweile 3 Dörfer wurden. Die gemeinsamen Übungen machen sehr viel Spaß und funktionieren auch sehr gut.

Geschrieben von Christian Dünzen